11 | 07 | 2020

Herzlich willkommen an der Grundschule Schwarzenbek-Nordost

Aufführung der Theater AG: Wie es kam, dass der Hamster den Tiger fraß

So entstehen Gerüchte: Der Strauß beobachtet, wie der Hamster den Tiger weckt, indem er an dessen Schwanz schnuppert. Das Gebrüll des Tigers ist im ganzen Wald zu hören. Jedes Tier will wissen, was passiert ist. Das Ereignis wird von Tier zu Tier weitergegeben und verändert sich von Mal zu Mal. Hat der Hamster zunächst nur geschnuppert, so wird schon bald behauptet, er habe am Schwanz geknabbert, ihn abgebissen, auch die Hinterbeine gefressen, den halben Tiger verspeist ... Am Ende steht fest, dass der Hamster den ganzen Tiger vom Kopf bis zum Schwanz mit Haut und Haaren verschlungen hat.

Die Theater AG unserer Schule zeigte dieses Stück ergänzt durch einige eingängige Lieder.

Die Schauspieler – ganz in Schwarz mit schönen Tiermasken – probten seit den Sommerferien und stellten nun ihr Können in mehreren Aufführungen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und für ihre Eltern unter Beweis.

Es war eine tolle Leistung, vielen Dank an die Theater AG!

 

Unser Ausflug in die Stadtbibliothek

Gern nahmen die Kinder der Klasse 1c die Einladung der Stadtbücherei Schwarzenbek an, die Lesung des Märchens „Die Zauberperle“ zu besuchen. Die Märchenerzählerin Anna Malten und der Figurenspieler und Musiker Wolf Malten wussten die Kinder durch ihre lebhafte Erzählweise zu begeistern. Dargestellt wurde die Geschichte von dem Jungen, der tief ins Meer hinab tauchte, um sein Glück zufinden. Konzilius, die lustige alte Schiffsratte, half Anna beim Erzählen und machte zur Freude der Kinder eine Menge Quatsch. Vielen Dank für den schönen Vormittag!

15.01.17   R. Biewald

Politikunterricht mal anders

Am 24.1.2017 besuchten vier irakische und afghanische Flüchtlinge, die im Kreis Herzogtum-Lauenburg wohnen, die 10. Klasse unserer Schule. Zunächst kamen Schüler/Schülerinnen und Gäste in Kleingruppen ins Gespräch. Es wurde sich z.B. über das Schulsystem der unterschiedlichsten Länder, die Wohnbegebenheiten, Lebensumstände, das Lieblingsessen oder auch Hobbies ausgetauscht. Danach standen Fußballspielen und Pizzaessen auf dem Programm. Dankenswerter Weise hat Herr Schatz die Aktion mit Rat und Tat unterstützt.

Diese kulturelle Begegnung war ein voller Erfolg und alle haben viel voneinander gelernt,  erfahren und Spaß gehabt. Dies wird an den Äußerungen, die im Nachhinein gemacht wurden, deutlich. Die Flüchtlinge waren begeistert von den Möglichkeiten im Schulgebäude (Computerraum, Gerätelandschaft in der Turnhalle, Küche), aber auch von der Freundlichkeit und der positiven Atmosphäre, die ihnen in der Schule von den Kollegen und den Schülern/Schülerinnen entgegengebracht wurde. „Alle waren sehr nett“,  meinte Younes. „Ich wünschte mir, ich wäre ein Schüler in einer deutschen Schule“, sagte Mohammed Tamim am Ende des Schultages. "Im Irak hatten wir keine Turnhalle oder so. Nur einen Fußball", meint Karwan. Und Abobakar hofft, dass die Schüler eine ihrer vielen Chancen  ergreifen werden.

Die Schüler der Klasse 10 haben wiederum ihre Gäste und deren Lebensläufe etwas kennenlernen dürfen und waren verblüfft über die guten Deutschkenntnisse, die sich die Flüchtlinge in den paar Monaten, in denen sie in Deutschland sind, angeeignet haben. So sagte ein Schüler: „Ich bin jetzt 17 Jahre alt und kann Deutsch und die deutsche Grammatik immer noch nicht perfekt. Und Abobakar spricht nach 8 Monaten schon so gut.“ Oder: „Wenn ich mir vorstelle, ich müsste mir jetzt in England einen Job suchen, wäre das mit der Sprache echt schwer, und wir haben schon so lange Englisch.“  Nachdenklich wurden einzelne Schüler bei den Erzählungen von der Wohnsituation, haben doch die meisten ihr eigenes Zimmer. Eine Schülerin sagte zum Beispiel: „Mit mehreren in einem Raum zu schlafen? Das reicht mit schon auf der Klassenfahrt.“  Auch die Regionalschüler und –schülerinnen fanden die Gäste sehr nett und verabschiedeten sich sehr herzlich von ihnen.